Tom Schilling

Tom Schilling, geboren am 10. Februar 1982 in Berlin, zählt seit Jahren zu den markantesten jungen Schauspielern des Landes. Noch zu Schulzeiten wurde er für die Bühne entdeckt. Sein Leinwanddebüt in SCHLARAFFENLAND (1999) von Friedemann Fromm im Ensemble mit Daniel Brühl und Franka Potente zeigte bereits sein Talent. Das bewies Schilling auch als Janosch in CRAZY (2000) an der Seite von Robert Stadlober. Dafür wurde er, wie Stadlober, mit dem BAYERISCHEN FILMPREIS geehrt.
Hauptrollen in HERZ ÜBER KOPF (2001) oder auch seine engagiert-tragische Figur des jungen Bandmanagers Harry in VERSCHWENDE DEINE JUGEND (2003) festigten seinen Ruf. NAPOLA (2004) erzählt die Geschichte zweier ungleicher Freunde in Deutschlands schwärzester Zeit, die, aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommend, an den Verhältnissen von Anpassung und Gleichförmigkeit zerbrechen. Für seine schauspielerische Leistung in NAPOLA erhielt er nicht nur einen der begehrten UNDINE AWARDS, den österreichischen Filmpreis, sondern auch das nur einmal im Jahr vergebene „Karl Spiehs-Stipedium“ für ein dreimonatiges Studium am Lee Strasberg Studio in New York.
In den beiden Oskar Röhler-Filmen AGNES UND SEINE BRÜDER (2004) und ELEMENTARTEILCHEN (2006) gehörte er zum Ensemble und im anarchistischen Berlinfilm SCHWARZE SCHAFE (2007), seiner dritten Zusammenarbeit mit Robert Stadlober, war er ebenfalls zu erleben. Einen seiner seltenen Fernsehauftritte hatte er in der hochgelobten ZDF-Reihe KDD als schwuler Freund von Jürgen Vogel, sowie im TATORT "Früher Abschied" von Lars Kraume.
Im Herbst 2007 stand er auch für BAADER MEINHOF KOMPLEX vor der Kamera. Unter Uli Edels Regie entstand ein filmisches Porträt der charismatischen Köpfe der RAF. PORNORAMA (Regie: Marc Rothemund) und WARUM MÄNNER NICHT ZUHÖREN UND FRAUEN SCHLECHT EINPARKEN (Regie: Leander Haußmann) hatten im letzten Viertel des Jahres 2007 ihre Kinopremieren. Auch für Leander Haußmanns ROBERT ZIMMERMANN WUNDERT SICH ÜBER DIE LIEBE (nach einem Roman von Gernot Grigsch) stand er vor der Kamera. Schilling spielt den Titelhelden, der den Reizen einer Frau mit Erfahrung und Schönheit erliegt.
Die George Tabori-Verfilmung seines Stückes MEIN KAMPF wurde erstmals während der Berlinale 2010 gezeigt. Schilling spielt den jungen Hitler, der mit dem Juden Schlomo Herzl (Götz George) ein Männerasyl teilen muss. Der Film startete am 3. März 2011 in den deutschen Kinos. Für das ZDF stand er 2009 für EISFIEBER, einem Zweiteiler nach Ken Follett, mit einem prominenten Ensemble vor der Kamera. Die Ausstrahlung folgte im Januar 2010. Unter der Regie von Thorsten C. Fischer drehte er 2010 den Kölner TATORT "Auskreuzung". Unter Regie von Philipp Kadelbach spielte er in einem herausragenden jugendlichen Ensemble eine der Hauptrollen in UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER. Der aufwändige Dreiteiler wurde für das ZDF produziert und befindet sich in der Endfertigung. Schilling spielt den von Zweifeln an der Richtigkeit des Krieges getriebenen Wehrmachtssoldaten Friedhelm.
Schauspielagentur: players.de