Veronica Ferres

Veronica Ferres

Veronica Ferres (geb. 10. Juni 1965) gab nach dem Studium der Germanistik, Psychologie und Theaterwissenschaften 1985 ihr Theaterdebüt in August Everdings Stück BERNAUERIN an der Bayerischen Staatsoper. 1986 stand sie in Ulf Miehes Kinokomödie DER UNSICHTBARE erstmals vor der Kamera, anschließend folgte eine Hauptrolle in DIE ZWEITE HEIMAT. Der große Durchbruch gelang ihr 1992 in Helmut Dietls Oscar®-nominierter Satire SCHTONK! 1994 verpflichtete Hollywood-Regisseur Marvin J. Chomsky sie für den Mehrteiler KATHARINA DIE GROSSE. Danach sah man sie als SUPERWEIB (1995) in Sönke Wortmanns Verfilmung von Hera Linds Bestseller. Für seine mit vier Filmpreisen ausgezeichnete Kinokomödie ROSSINI holte Helmut Dietl sie 1996 erneut vor die Kamera.

1998 setzte Veronica Ferres ihre internationale Laufbahn mit LADIES ROOM neben Greta Scacchi und John Malkovich in Amerika sowie mit LES MISERABLES an der Seite von Gérard Depardieu und SANS FAMILLE mit Pierre Richard in Frankreich fort. 

1998 war sie zudem in Dietls LATE SHOW und ein Jahr später in Egon Günthers DIE BRAUT im Kino zu sehen. 2002 bis 2004 spielte sie bei den Salzburger Festspielen die „Buhlschaft" in Christian Stückls Neu-Inszenierung von Hofmannsthals Bühnenklassiker JEDERMANN. 

Für ihre Rolle der alkoholkranken Heinrich-Mann-Gefährtin Nelly in Heinrich Breloers TV-Mehrteiler DIE MANNS erhielt sie 2002 den Adolf Grimme Preis in Gold, den Bayerischen Fernsehpreis sowie die Romy für die beliebteste Schauspielerin des Jahres in Österreich. Für ihre Rollen in ANNAS HEIMKEHR, FÜR IMMER VERLOREN und STÄRKER ALS DER TOD wurde sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2004 als beste Schauspielerin ausgezeichnet. 

2005 war Veronica Ferres in dem internationalen Zweiteiler KEIN HIMMEL ÜBER AFRIKA zu sehen. Für diesen Film nahm sie den DIVA – Hall of Fame – German Award entgegen. Im gleichen Jahr wurde sie mit ihrem zweiten Bambi in der Kategorie Schauspiel geehrt, 2006 zeichnete sie die Bauer Verlagsgruppe für ihre schauspielerischen Leistungen mit der „Goldenen Feder“ aus, zudem erhielt sie den „Bayerischen Verdienstorden“ als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Dienste und Leistungen. Ebenfalls 2006 war sie in der internationalen Kino-Koproduktion KLIMT als weibliche Hauptdarstellerin neben John Malkovich in den Kinos zu sehen. 

Im selben Jahr für den ARD-Film VOM ENDE DER EISZEIT unter der Regie von Friedemann Fromm vor der Kamera, drehte unter der Regie von Dieter Wedel MEIN ALTER FREUND FRITZ und war im historischen TV-Zweiteiler NEGER, NEGER, SCHORNSTEINFEGER nach dem Bestseller von Hans-Jürgen Massaquoi zu sehen. 

2007 erzielte sie als Hauptdarstellerin im TV-Drama DIE FRAU VOM CHECKPOINT CHARLIE Einschaltquoten von über elf Millionen Zuschauern. Der Film wurde mit dem Jupiter Award für den besten TV-Spielfilm ausgezeichnet und war in der Kategorie bester ausländischer Film beim Filmfestival in Banff/Kanada nominiert. Veronica Ferres wurde als beste Schauspielerin mit dem Deutschen Fernsehpreis 2008 für DIE FRAU VOM CHECKPOINT CHARLIE ausgezeichnet. 

Anfang 2008 wirkte sie unter der Regie von Roland Suso Richter in „DAS WUNDER VON BERLIN“ (Emmy-Nominierung als bester ausländischer TV-Film) mit. DIE WILDEN HÜHNER UND DIE LIEBE war ein erneuter Ausflug auf die Kinoleinwand, dem unter der Regie von Paul Schrader an der Seite von Jeff Goldblum und Willem Defoe EIN LEBEN FÜR EIN LEBEN - ADAM RESURRECTED folgte. Im Dezember 2008 sahen sie Millionen Zuschauer als „DIE PATIN“ in einem dreiteiligen Mafia-Krimi unter der Regie von Miguel Alexandre.

Im Winter 2008/2009 spielte Veronica Ferres unter der Regie von Philipp Kadelbach an der Seite von Christopher Lambert, Mario Adorf und Clemens Schick den Film GEHEIMIS DER WALE. Der Fernsehfilm behandelt erstmals die bislang wenig beachtete Umweltproblematik der Verlärmung der Ozeane. Die Ausstrahlung des TV-Zweiteilers erfolgte Anfang Januar 2010 im ZDF.

Im August 2009 fand die Uraufführung des Films UNTER BAUERN - RETTER IN DER NACHT bei den Filmfestspielen in Locarno statt. Auch in Israel (Jerusalem Cinematheque) wurde der Film gezeigt. Am 12. Januar 2010 hat der Film das New York Jewish Film Festival eröffnet. Am 14. Juni 2010 feierte er seine Premiere in Frankreich unter dem Titel "Marga" im Gaumont Opéra Cinema in Paris. Im November  2010 kam er in den USA in die Kinos.

In der internationalen Kinoproduktion UNTER BAUERN - RETTER IN DER NACHT übernahm Veronica Ferres die Hauptrolle der Jüdin Marga Spiegel. Der Ensemble-Film über heldenhafte Zivilcourage von Bauern, die die Familie Spiegel während des Dritten Reiches vor der Deportation versteckten, basiert auf der biografischen Erzählung von Marga Spiegel und wurde im Sommer 2008 an Originalschauplätzen in Westfalen gedreht. Der Film wurde im Rahmen des internationalen Filmfests DC in Washington mit dem Signis Award ausgezeichnet. Darüber hinaus wählte das Publikum „Unter Bauern“ auf Platz 3 der beliebtesten Festivalbeiträge.

2009 stand sie für die ARD-Verfilmung des Amelie Fried-Bestsellers ROSANNAS TOCHTER in München vor der Kamera. Die Ausstrahlung erfolgte 2010.

Im selben Jahr drehte sie den Kinofilm DAS LEBEN IST ZU LANG von Drehbuchautor und Regisseur Dani Levy, der im August 2010 in die Kinos kam. Neben Markus Hering, der die männliche Hauptrolle spielt, war Veronica Ferres neben zahlreichen weiteren namhaften Darstellern, als „russische“ Schauspielerin zu sehen. In der tragisch–komischen Geschichte dreht sich alles um Sein und Schein und die Suche nach dem oft so schwer zu findenden Familienglück. Die Dreharbeiten fanden in Berlin und Italien statt.

Ebenfalls in Berlin hat Veronica Ferres neben Jule Ronstedt und Martin Feifel in dem TV-Movie SIE HAT ES VERDIENT eine Rolle übernommen. Der Spielfilm von Autor und Regisseur Thomas Stiller erzählt von Jugendlichen, die – selbst aus der Bahn geworfen – ihren Hass an anderen auslassen. Veronica Ferres ist Ko-Produzentin des Films. Der Film feierte am 28. Juni 2010 im Rahmen der Filmfestspiele München Premiere. 

Seit Mitte Mai 2010 stand sie unter der Regie von Oliver Dommenget für den Film 247 TAGE vor der Kamera. Der Film zeigt das tragische Schicksal des damals 17-jährigen deutschen Jungen Marco Weiss, der während seines Türkei-Urlaubs im Jahr 2007 wegen sexuellen Missbrauchs festgenommen wurde. Neben Veronica Ferres spielen in den Hauptrollen Vladimir Burlakov, Herbert Knaup und Luk Pfaff. Das bewegende Schicksal des Jungen und seiner Familie wurde von SAT.1 in Kooperation mit der Produktionsfirma Zeitsprung Entertainment GmbH auf Malta und in Niedersachen gedreht. 

In dem ARD-Märchenfilm DAS BLAUE LICHT spielt Veronica Ferres die Rolle der bösen Hexe. Die Dreharbeiten fanden im Juni/Juli 2010 in Fulda und im Hessenpark (Taunus) statt. Verantwortlich für den Film, der nach einem Märchen der Brüder Grimm entstand, war der Hessische Rundfunk.

Gemeinsam mit Kostja Ullmann und Thomas Sarbacher stand Veronica Ferres 2010 unter der Regie von Vivian Naefe in der Hauptrolle für den ZDF-Fernsehfilm "Mein eigen Fleisch und Blut" vor der Kamera. In weiteren Rollen waren August Zirner, Sonja Gerhardt, Gundi Ellert, Johann Adam Oest und Annette Paulmann zu sehen. Die Vorlage für die dramatische Geschichte über eine Mutter, die sich nach 25 Jahren auf die Suche nach ihrem Kind macht, hat Britta Stöckle geschrieben.

2011 folgten die Dreharbeiten zu „Tsunami – das Leben danach“ (Regie: Christine Hartmann), „Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers“ (Regie Kai Wessel) und der kleinen Lord-Adaption „Little Lady“ (Regie: Gernot Roll), welche 2012 im Fernsehen liefen.

2012 drehte Veronica Ferres neben den Kinofilmen „Der König von Deutschland“ (Regie: David Dietl), „Der Teufelsgeiger“ (Regie: Bernard Rose) und „Rubinrot“ (Regie: Felix Fuchssteiner) auch „Das Herz ist eine leichte Beute“ (Regie: Lancelot von Naso) und „Lena Fauch und die Pflicht zu schweigen“ (Regie: Johannes Fabrick) für das Fernsehen.

Veronica Ferres stand 2013 u.a. für die internationalen Koproduktionen "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" (Deutscher Kinostart: August 2014) gemeinsam mit Simon Pegg, Christopher Plummer, Jean Reno und Toni Collette und "The Giacomo Variations" neuerlich an der Seite von John Malkovich vor der Kamera.

Mit "Mein Mann ein Mörder", eine äußerst spannende und klug-verschlungene Beziehungsgeschichte feierte sie nicht nur die beste ARTE Quote, sondern auch einen großen ZDF Zuschauererfolg.

In "Das Glück der Anderen" war sie 2014 nach längerer Zeit wieder in einer Komödie um eine Münchner Standesbeamtin zu erleben. Der Film wurde für das ZDF produziert.

Abgedreht ist ein neuer Film aus der "Lena Fauch"-Reihe, der im Herbst 2016 gesendet wird. In den USA hat Veronica Ferres in den letzten Monaten PAY THE GHOST (mit Nicolas Cage) und Taylor Hackfords THE COMEDIAN (mit Robert De Niro) gedreht. Im neunen Werner Herzog Film SALT AND FIRE (mit Gael Garcia Bernal) spielt sie die weibliche Hauptrolle.

2013 wurde sie mit dem Cinema for Peace Award für ihren Einsatz gegen Antisemitismus und Fremdenhass ausgezeichnet.

Website: veronicaferres.com